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-NEU- Archäologiepark Altmühltal -NEU-

Archäologiepark Altmühltal - Zeitreise in die Vergangenheit

Eine spannende Zeitreise erwartet Sie im Altmühltal zwischen Kelheim und Dietfurt.
Lassen Sie sich entführen in die Welt der Neandertaler und Kelten. Wie erlegte der Eiszeit-Bewohner vor 50.000 Jahren ein Mammut? In welcher Höhle schnitzten unsere Vorfahren erste Kunstwerke? Wie lebten die Siedler der Jungsteinzeit im Altmühltal? Welche Opfer brachten die Menschen der Bronzezeit dar?

Das - und vieles mehr - erfahren Sie im Archäologiepark Altmühltal. Die gut ausgeschilderte Route von insgesamt 39 Kilometern lässt sich zu Fuß oder mit dem Rad erkunden.

Weitere Infos unter: www.archaeologiepark-altmuehltal.de



   
Altes Rathaus
1548 hatte die Stadt ihr Rathaus repräsentativ auf der Mitte der Straßenkreuzung errichtet. Nach dessen Abbruch (1824) wurde das Haus der Stadtschreiberei zum Rathaus, das heute "Altes Rathaus" genannt wird. Dieses wurde 1598 erbaut und im 17. Jh. erneuert. Über sein großes Eingangstor erreichen Sie einen schönen Brunnenhof.
   
Neues Rathaus
Das sog. neue Rathaus stammt aus dem 16. Jahrhundert. 1879 hatte man die städt. Amtsräume vom alten in das neue Rathaus verlegt. 1912 wurde das Gebäude völlig umgebaut; so erhielt es seinen geschweiften Giebel und das Gemälde "Bürger- und Bauernschaft huldigt der Befreiungshalle".
   
Ludwigsplatz
Als Stadtplatz verläuft er von der Straßenkreuzung, dem Altstadtmittelpunkt, nach Osten. Im Zuge der Altstadtsanierung wurde er grundlegend umgestaltet und somit seine ursprüngliche vielfältige Nutzung, insbesondere als Marktplatz, zurückgewonnen: Der Ludwigsplatz lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Der Brunnen zwischen Neuem Rathaus und der Sparkasse symbolisiert den Zusammenfluss von Donau, Altmühl und Kanal. Als Nachbildung von Münchens Patrona Bavariae hat Ratsherr Jakob Mayr 1700 die ca. 7 m hohe Mariensäule errichten lassen. Im Osten des Platzes befindet sich das Denkmal Ludwig I. im Krönungsornat - in der Hand den Plan zur Befreiungshalle. Die Statue wurde 1863 zum Gedächtnis an den Erbauer der Halle von Halbigs Meisterhand aus Kelheimer Marmor gefertigt.  
   
Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Über den Ludwigsplatz nach Osten gelangt man zur Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Die Kirche wurde Mitte des 15. Jahrhunderts im neugotischen Stil errichtet. Von 1877 bis 1886 wurde die Pfarrkirche verlängert und mit dem neuen Turm verbunden, außerdem ihr Inneres völlig erneuert. Besondere Beachtung verdienen der aus Kelheimer Marmor gemeißelte Hochaltar (Mitte 19. Jahrhundert), ein Meisterstück des Kelheimer Bildhauers Johann Obermeier und die beiden alten Tafelbilder im Presbyterium, die aus dem Ende des 15. Jahrhunderts stammen. Der linke Seitenaltar zeigt eine lebensgroße Pietà, ein Schnitzwerk des 15. Jahrhunderts. Zu erwähnen sind auch die Figur des hl. Johannes in der Taufkapelle aus der Zeit um 1500 und die steinerne Marienfigur über dem Südportal um 1450.

Im Bereich des Kirchplatzes befand sich ca. 1000 nach Chr. ein Friedhof, der 1855 niedergelegt wurde. Die Gräber wurden eingeebnet. Die Totengebeine setzte man in einem gemeinsamen Grab bei. Darüber wurde die gotische Laternensäule errichtet. Gegenüber vom Ostchor sind Reste der alten Stadtmauer zu sehen.
   
Erasmusturm
Im Nordosten fällt der Blick auf den Erasmusturm. Bereits im Jahr 1360 wurde an dieser Stelle die Erasmuskirche erbaut. Der Turm war damals Kirchturm und Befestigungsturm der Stadtmauer. 1803 hat man die Kirche entweiht und nebst Turm zu Wohnräumen umgebaut. Der Turm wurde vor kurzem umfassen renoviert und befindet sich in Privatbesitz.
   
Weißes Brauhaus

In südöstlicher Richtung gelangt man zu den ausgedehnten Bauten des 1607 errichteten kurfürstlichen Weißen Brauhauses, jetzt im Besitz der Privatbrauerei Georg Schneider & Sohn. In der Zeit Maximilians I. (1598-1651) durfte in Bayern Weißbier nur in den kurfürstlichen Weißbierbrauereien zu München und Kelheim gebraut werden. Der Ruf dieses Biers hat Kelheim weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht.

1838 brannte der mittlere Teil des langen Gebäudes, das Sudhaus ab, wurde aber bereits im nächsten Jahr wieder aufgebaut. 1901 brannte die Kuferei nieder, an deren Stelle wurde der große Saal gebaut. Im Innenhof befindet sich einer der schönsten Biergärten der Stadt.

In Höhe des Ludwigsplatzes sind Hochwassermarken mit den Jahreszahlen der größten Hochwasserstände in der Altstadt angebracht.

Brauereiführungen jeden Dienstag, 14.00 Uhr, Tel. 09441/7050
   
Alter Markt – Ottokapelle

Entlang der Emil-Ott-Straße führt der Weg zum Alten Markt. Am 16. Sept. 1231 wurde Herzog Ludwig I., der Kelheimer auf dem Weg vom Marktplatz in das Schloss unter dem Torbogen von einem Unbekannten ermordet. Ludwigs Sohn und Nachfolger, Herzog Otto der Erlauchte ließ im nächsten Jahr die Brücke abbrechen und das Tor sperren.

Im Boden weist ein Granitquader mit Eisenkreuz auf die Stelle, an der der Herzog verstarb, hin. Zur Sühne ließ er eine Kapelle zu Ehren des hl. Johannes errichten. Dazu stiftete er ein Spital. 1490 wurde das reiche Spital eingerichtet. 1600 erweiterte man die Spitalkirche mit der Anfügung des Schiffes in der heutigen Form. An der Nordseite befindet sich ein romanisches Portal, das aus der ersten Bauzeit stammt und 1602 an diese Stelle versetzt wurde. Das Innere der Kapelle ist kunstgeschichtlich sehr interessant.
   
Donautor
An den Enden der Hauptstraßen erheben sich noch die Tortürme. Im Süden das Donautor, errichtet Mitte des 13. Jahrhunderts. Früher trug das Tor vier Nebentürmchen. Erhalten ist noch der Wehrerker in Turmbreite. Über der südlichen Öffnung wurden Anfang dieses Jahrhunderts zwei steinerne Löwen angebracht, die aus dem frühen 15. Jahrhundert, vermutlich Überreste des alten Schlosses, stammen. An der Nordseite ist das Stadtwappen als Fresco angebracht. Das Wappen stammt aus der Zeit um 1280 und wurde in Abdrucken aus dem Jahr 1292 überliefert.
   
Matthias-Kraus-Denkmal/Maximiliandenkmal

Über dem Brunnenbecken erhebt sich eine Steingruppe aus Findlingen in deren Mittelstück das Bildnis des Matthias Kraus trägt. Das Denkmal erinnert an den Krausaufstand im Jahre 1705. Der Kelheimer Metzgermeister stellte sich mit 200 Gleichgesinnten gegen die unterdrückende österreichische Besatzungsmacht. Durch Verrat wurde er von den Österreichern gefangen genommen und am 17. März 1706 hingerichtet.

 

In den gegenüberliegenden Anlagen befindet sich das Standbild König Max II., als Großmeister des Ordens vom hl. Georg. Es wurde 1863 im Auftrag der Stadt von dem Bildhauer Halbig in Kelheimer Marmor angefertigt
   
Die Grundmauern der Wöhrdkirche
Einer Sage nach soll es an der Stelle Blut geregnet haben, oder ein blutgefärbter Bach entsprungen und zur Donau geflossen sein. 1368 wurde die Kirche beim hl. Blut errichtet. Durch die ungünstige Lage an der Donau wurde das hölzerne Kirchlein 1433 vom Hochwasser weggeschwemmt. Nur der Chor blieb erhalten. Die Kirche wurde in Stein wieder aufgebaut. Durch die jährlichen Hochwasser und Eisstöße verfiel der Bau Ende des 18 Jahrhunderts völlig. 1990 wurden die Grundmauern wieder entdeckt und originalgetreu nachgebildet. Ein auf Holz gemaltes Altarbild ist im archäologischen Museum der Stadt zu sehen.
   
Wittelsbacher Schloss
An der Stelle des Wittelsbacher Schlosses, des heutigen Landratsamts, stand die Burg von Kelheim, die 1050 erstmals im Besitz der Wittelsbacher erwähnt wird. Überlieferungen nach soll 1174 der spätere Herzog Ludwig, der Kelheimer hier geboren sein. Kelheim war der Mittelpunkt seiner Herrschaft. Nach seiner Ermordung verlegten die Wittelsbacher die Residenz nach Landshut. 1476 wurde das alte Schloss abgebrochen. Aus dessen Material wurden die beiden Rundtürme und der Herzogskasten erbaut. Im Inneren des Landratsamts sind noch die mächtigen Quadersteine, Überreste des Burgfrieds, zu sehen.
   
Schleifer- oder Römerturm
Der Turm wurde 1476 aus den Überresten des alten Herzogschlosses erbaut. Er diente der äußeren Stadtbefestigung. Der Name ist vermutlich vom Wohnviertel der Scherenschleifer oder aus seinem Ursprung, dem Schleifen des alten Schlosses abzuleiten. 1931 wurde im Turm das Kriegerdenkmal untergebracht.
   
Stadtknecht- oder Bürgerturm
Dem Schleiferturm schräg gegenüber steht der Stadtknechtturm. Ursprünglich war er um ein Stockwerk höher und war ebenfalls Befestigungsturm der Stadtmauer. Ehemals enthielt er Strafzellen für die Bürger, die wegen eines Fehltritts vom Rate der Stadt zu einer Turmhaft „verknurrt“ wurden.  
   
Alter Kanalhafen
Durch die Stadtknechtgasse gelangt man zum alten Kanalhafen. Der alte Ludwig-Donau-Main-Kanal wurde nach einer Bauzeit von 11 Jahren 1846 in Betrieb genommen. Der in Mauern gefasste Kanaltrog enthält die Schleuse Nr. 1, das Hafenbecken mit Kran, Lagerhalle und Schleusenhaus. Das 600 m lange Bauwerk ist als Denkmal der Ingenieurbaukunst unter Schutz gestellt, bleibt funktionsfähig und kann auch benutzt werden.
   
Franziskanerkirche

Ursprünglich als Klosterkirche der Franziskaner von 1461 bis 1471, vermutlich aus den Überresten des ehemaligen herzoglichen Meierhofes, errichtet. Durch die Säkularisation wurde das Kloster im Jahre 1803 aufgehoben, die spätgotische Kirche entweiht und die Einrichtung öffentlich versteigert. Auf einem Fresko an der Innenseite des Chorbogens –dargestellt ist das Jüngste Gericht-, das bei Renovierungsarbeiten 1953 freigelegt wurde, ist als Entstehungszeit das Jahr 1490 angegeben. In der Barockzeit wurde die Kirche umgestaltet und neu freskiert. Teile dieser Ausmalung –die Bilder der Apostel- wurden 1953 wieder freigelegt.

In der Kirche mit dem säkularisierten Konventbau am Kreuzganghof wurde ein Orgelmuseum eingerichtet. Das Museum präsentiert aufwendig renovierte historische Orgeln, die auch vorgeführt werden.
   
Orgelmuseum in der ehem. Franziskaner-Klosterkirche
Der gemeinnützige Förderverein Orgelmuseum Franziskanerkirche Kelheim e.V. hat als Träger des Museums bisher die Denkmal-Orgeln aus Bruck i.d.OPf. und Geiselhöring (pneumatische Instrumente) sowie Allersdorf und Köfering (mechanische Werke) spielbar wiederaufstellen lassen. Die Instrumente sind aufeinander abgestimmt, um Konzerte im Zusammenspiel mit mehreren Orgeln durchführen zu können. Weitere historische Orgeln sollen folgen. Drei Orgelmodelle (Schleifladenorgel, Klangfarben einer Orgel und eine kombinierte Taschen- und Kegellade) im Obergeschoss des Kreuzgangs bilden derzeit das Herzstück der Sammlung. Internet:
http://www.orgelmuseum-kelheim.de

eMail:
info@orgelmuseum-kelheim.de
   
Michelskirche
Die Michelskirche mit ihrem verhältnismäßig hohen Turm stand bereits 1393. Der romanische Bau stammt, wie das Erdgeschoss des Turms, das der kleinen Kirche als Chor dient, vermutlich aus dem 12. Jh. Bei Renovierungsarbeiten wurden stark stilisierte Wandmalereien aus dem 13. Oder frühen 14. Jh. gefunden. An der Außenseite befindet sich über dem Portal ein Kalksteinrelief „Maria Aegyptiaca“, eine interessante Arbeit aus dem frühen 16. Jahrhundert. Nach der Renovierung soll die Kirche als Konzert- und Vortragsraum für das Orgelmuseum genutzt werden.  
   
Deutscher Hof
Das Gebäude wurde 1841/42 vom Schiffmeister Sebastian Rieder als bedeutendes Gasthaus „Deutscher Hof“ mit einem großen Festsaal erbaut. Erster Gast war König Ludwig I. mit seiner Familie, der zur Grundsteinlegung der Befreiungshalle am Abend des 18. Oktober 1842 und sooft er während des Baus nach Kelheim kam, hier übernachtete. Das Anwesen befindet sich seit 1888 im Besitz der Stadt und wird für die Stadtbücherei und Volkshochschule genutzt.
   
Mittertor
Durch das Mittertor führt der Rundgang wieder in die Altstadt. Der im 14. Jh. erbaute Wehrturm trug ursprünglich ein Satteldach. An der Außenseite befand sich bis 1869 ein Vorhaus. An der Innenseite des Stadttores wurde 1904 ein Wandbild aufgebracht, das die Gefangennahme der österreichischen Besatzung durch Metzgermeister Kraus am 12. Dezember 1705 darstellt. Das Original des Gemäldes befindet sich im Nationalmuseum in München.
   
Archäologisches Museum im Herzogskasten

Über die Lederergasse gelangt man zum Archäologischen Museum im spätgotischen Herzogskasten. Der ehemalige kurfürstliche Getreidespeicher wurde 1480 aus den Buckelquadern des alten Schlosses erbaut. Ursprünglich für die Abgaben an den Herzog gedacht, ging er 1850 in den Besitz der Stadt über. Größere Umbauten erfolgten erst in diesem Jahrhundert. 1969 wurde das Gebäude von seinen Einbauten befreit, die eingemauerten Säulen freigelegt und der Fußboden mit handgemachten Klinkern verlegt. Heute bietet er sich so dar, wie er im Mittelalter ausgesehen haben dürfte.

Im Erdgeschoss wurde 1981 die archäologische Abteilung des Museums eröffnet. Sie präsentiert die Vor- und Frühgeschichte von Kelheim und Umgebung und umfasst die Zeitspanne vom Neandertaler des Altmühltales bis zur Herzogsresidenz der Wittelsbacher in Kelheim. Im Obergeschoss wird der stadtgeschichtliche Teil unter dem Thema „Kelheim – Stadt am Fluss“ dargestellt. Das Archäologische Museum Kelheim wurde am 7.4.1983 mit dem vom Europarat verliehenen Europäischen Museums-Sonderpreis ausgezeichnet. Das Museum ist vom 1.4. bis 31.10. Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montags geschlossen, jedoch nicht an Feiertagen.
Internet:
http://www.archaeologisches-
museum-kelheim.de


eMail:
museum.kelheim@t-online.de
   
Evangelisch-luth. Stadtkirche St. Matthäus
Die Kirche wurde 1888 erbaut. Früher stand an dieser Stelle der große Gasthof zu den drei Löwen. Das Innere der Kirche ist mit schönen Glasfenstern und mit Malereien ausgeschmückt.
   
Leonhard von Eck
Eine Gedenktafel am Haus Altmühlstr. 13 erinnert an den Wegbereiter und Begründer des frühabsolutistischen Bayern, Leonhard von Eck, der 1480 in Kelheim geboren wurde. Er entstammte dem Kelheimer Rats- und Verwaltungspatriziat. Als einflussreicher Hofrat des Herzogs Wilhelm IV. prägte er das politische, wirtschaftliche, religiös-geistige und soziale Leben Bayerns in der 1. Hälfte des 16. Jh. entscheidend mit. Er wurde 1550 in seiner Heimatstadt begraben. Ein Gedenkstein ist an der Außenmauer der Stadtpfarrkirche angebracht.  
   
Altmühltor
Am Ende der Altmühlstraße gelangen wir zum letzten der drei Stadttore. Wie das Donautor wurde es Mitte des 13. Jh. errichtet. Vor dem Tor befand sich ein geräumiges Torhaus, das im Mai 1875 abgebrochen wurde. Dadurch gewann man einen geräumigen Platz zwischen Tor und der früheren Brücke über die Altmühl. Auf der Südseite des Tors ist das Stadtwappen von 1410 bis 1809 abgebildet. Die in der unteren Hälfte des Wappens enthaltenen grünen Rebenzweige mit blauen Weintrauben erinnern daran, das Kelheim ein halbes Jahrtausend lang als Weinbauort große Bedeutung besaß.
   
Fußgängerbrücke am Torhausplatz
Beim Ausbau der Altmühl zur Bundeswasserstraße musste die frühere Altmühltorbrücke einer neuen Fußgängerbrücke weichen. Für die architektonische Leistung der 57 m langen geschwungenen Hängebrücke mit 2 Pylonen wurde ein internationaler Konstruktionspreis verliehen.
   
Befreiungshalle
Auf dem hoch aufragenden Michelsberg ist das Wahrzeichen der Stadt, die Befreiungshalle, zu sehen. Den monumentalen Rundbau ließ König Ludwig I. von Bayern in Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon in den Jahren 1813 bis 1815, errichten. Der bekannte Münchner Baumeister Leo von Klenze hat die Befreiungshalle gestaltet. Es dauerte genau 21 Jahre, von 1842 bis 1863, bis der gewaltige Bau vollendet war. Die Rotunde ist ohne den Fundamentbau mit seiner großzügigen Treppenanlage 45 Meter hoch, zusammen 60 Meter. Der Durchmesser beträgt am untersten Sockel 66 Meter, am Hauptbau 49 Meter. Das 7 Meter hohe Eingangstor und die Schilde der Siegesgöttinnen im Inneren sind aus Bronze und wurden aus den erbeuteten französischen Kanonen gegossen. Die Wände im Inneren sind mit vielfarbigen Marmor verkleidet, den Boden bedeckt ein Marmorbelag mit einem konzentrischen Mosaikmuster. Auf einem rundumlaufenden Marmorsockel stehen vor den abgeteilten Mauernischen 34 Siegesgöttinnen, jeweils 3,30 m hoch, aus weißen Carraramarmor, die nach den Entwürfen von Ludwig Schwanthaler gemeißelt wurden. Von der Außengalerie in luftiger Höhe bietet sich ein herrlicher Weitblick in die Umgebung.
Öffnungszeiten:
Mitte März - Oktober von 9-18 Uhr,
letzter Kartenverkauf um 17:15 Uhr.
November - Mitte März von 10-16 Uhr,
letzter Kartenverkauf um 15:15 Uhr.
(24./25. Dezember, sowie Faschingsdienstag geschlossen)

Internet:
http://www.schloesser.bayern.de

eMail:
befreiungshalle.kelheim@bsv.bayern.de

   
Klösterl
Ein Fußweg donauaufwärts führt zur früheren Einsiedelei Klösterl. Im Jahre 1450 baute sich der Einsiedler Antonius von Siegenburg eine große Felsgrotte zur Klause um und errichtete eine kleine Kapelle zu Ehren des hl. Nikolaus. Die Klause wurde 1457 dem Franziskanerorden übergeben, der in Kelheim ein größeres Kloster errichtete und die Einsiedelei nur noch als Sommerrefugium benutzte. 1603 wurde die sehenswerte Höhlenkirche errichtet und die kleine Kapelle renoviert. Das Dach der Kirche bildet das weit überhängende Gestein der Felsen. Sehenswert ist die alte Höhlenkirche, die von einer innen mit Freskenresten geschmückten Mauer abgeschlossen ist. An der Innenwand befinden sich 3 Fresken, die durch die Witterungseinflüsse sehr beschädigt sind.

Internet:
http://www.einsiedelei-kloesterl.info

 

 
Donaudurchbruch – Kloster Weltenburg

Die wildromantische einzigartige Landschaft lässt sich am besten von einem Schiff aus entdecken und erleben. Höhepunkt ist der einzigartige Donaudurchbruch mit seinen senkrecht aufsteigenden Felswänden an beiden Uferseiten bei Weltenburg, eingebunden in den größten deutschen Naturpark, ausgezeichnet mit dem begehrten Europa-Diplom.

Die Landzunge ist seit der Steinzeit besiedelt, schon die Kelten und Römer hatten hier ein Heiligtum errichtet. Nach dem Untergang des römischen Reiches wurde hier das älteste Kloster Bayerns, etwa 610 nach Christus gegründet, um das Herzogtum Bayern zu missionieren. Herzog Tassilo III. hat es besonders gefördert. Bereits um 1050 ist die Klosterbrauerei in Handschriften erwähnt. Sie gilt damit als älteste Klosterbrauerei der Welt. Nach Jahrhunderten der Hochwasserschädigungen und Plünderungen erlebte die kleinste Benediktinerabtei Bayerns eine neue Blüte unter Abt Maurus Bächl, der 1716 – 1739 die heutige barocke Klosteranlage errichten und die Kirche durch die Künstlerbrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam schaffen ließ. Die beiden Künstler haben hier ein barockes Juwel geschaffen. Die grandiose Innenausstattung ist „theatrum sacrum“ in Vollendung. 1803 säkularisiert, wurde das Benediktinerkloster 1842 von König Ludwig I. als Priorat und 1913 von König Ludwig III. als Abtei wieder errichtet.

Die Klosterkirche ist täglich bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Führungen auf Anfrage.

Tel. 09441/2040.

   
 
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